Das Ennearom-System
Das Ennearom-System
Für Menschen, die der Devise „erkenne dich selbst“ folgen, ist die Ennearom-Arbeit sehr reizvoll. Kommen wir damit doch zu spannenden Rückmeldungen aus unserer Innenwelt.
Die Reaktionen auf aromatische Düfte aus der Pflanzenwelt sind individuell sehr unterschiedlich. Was den einen entzückt bringt den anderen auf die Barrikaden.
Durch das Ennearom-System erhalten wir Antworten darauf, warum dies so ist und Hinweise, wie mit diesen Erkenntnissen ein Wandel im Sinne von Harmonie und Ausgleich bewirkt werden kann. Ein großer Respekt vor der Natur und ihren phänomenalen Kräften hat diese Vorgehensweise maßgeblich geprägt. Als osmologisches Arbeitsprinzip wurde dieses System von Thomas Kinkele im Jahr 1999 entwickelt. Es ist aus einer Verschmelzung moderner Aromatologie mit der Lehre des Enneagramms hervorgegangen.
Wie können Düfte wirken?
Aromapflanzen treten in sehr direkten und intimen Bezug zum Menschen und können soweit in ihrem Wesen „erkannt” werden, wie man ihnen erlaubt, auf den menschlichen Geist Einfluss zu nehmen. Jeder Mensch hat die Wahl, sich von dem Duft einer Pflanze berühren zu lassen oder nicht. Es obliegt der Entscheidung des einzelnen Menschen, in diesen tieferen Kontakt hineinzugehen, sich einzulassen auf eine intensive bewußte Wahrnehmung. Mancher schreckt zunächst vor einem Duft zurück, als wenn ein „Minenfeld” mit diesem verkettet wäre. Er kann ihn unterschwellig wahrnehmen und möglicherweise werden erotische oder kindlich-fröhliche Gefühlsbilder ausgelöst. Diese Gefühle beobachtend zu erleben eröffnet ganz neue Dimensionen der Selbsterfahrung. Der Mensch kann zuletzt den bewußten Kontakt anstreben und mit seiner Vorstellungskraft der Pflanze einen geistigen Boden erschließen, worin ihre Idee Wurzeln schlagen kann.
Pflanzenbotschaften
Für die Zuordnung der einzelnen Pflanzen und ihrer Räucherstoffe im Rahmen der neun Entwicklungspunkte des Enneagramms ist es naheliegend, die „Botschaft” als wesentliches Kriterium heranzuziehen. Das Erscheinungsbild (Signatur) der Pflanze als Spiegel dieser Botschaft, bietet dafür einen Bezugsrahmen. Wenn wir uns weiterhin die kulturellen und medizinischen Hintergründe der Pflanze vergegenwärtigen, liefert dies interessante Hinweise.Wenn wir die natürliche Schönheit der pflanzlichen Erscheinung meditativ betrachten oder ihrem Duft bewußt begegnen, kommen wir der Schöpfung ganz nahe und spüren intuitiv, an welchem Punkt wir mit dieser Pflanze regulativ arbeiten können.
Ob es das Vaterthema in der Schutz bietenden Zeder die Schönheit und der Herzensaspekt der Rosenblüte oder das mütterliche Prinzip in der Linde ist, das Enneagramm mit seinen neun unterschiedlichen Perspektiven bietet einen Rahmen, der sowohl kosmisch-philosophische als auch psychologische Zuordnungskriterien mit einschliesst. Hinzu kommt eine zyklisch-dynamische Komponente, d.h. die Möglichkeit, der Anwendungsweise eine rhythmische Abfolge zu geben. Dieser Gesichtspunkt entspricht in gewisser Weise den gurdjieffschen „Movements” auf dem Symbol des Enneagramms.
Wissenschaftlich betrachtet
Die Basis der Arbeit ist olfaktorisch d.h. es wird in erster Linie über den Geruchssinn gearbeitet. An den feinen Nervenzellen in der Riechschleimhaut Regio olfactoria löst das Duftmolekül einen elektrophysiologischen Impuls aus, der u.a. direkt im Limbischen System landet, worauf eine emotionale Reaktion über die Ausschüttung von Neurotransmittern erfolgt. Duft erreicht uns allerdings auch auf eine geheimnisvolle Weise als komplexes Zusammenspiel zwischen zwei Aufnahmeprinzipien, dem vomeronasalen Organ an der unteren Nasenscheidewand und der Riechschleimhaut im oberen Bereich der Nasenhöhle. Das vomeronasale Organ ist in der Dimension seiner Bedeutung eben noch recht geheimnisvoll, hat aber nach dem Stand der Forschung mit dem Empfang feinstofflicher Informationen als pheromonelle Botschaften zu tun.
Bei der bewussten Wahrnehmung von Düften in Form ätherischer Öle oder aromatischen Rauches öffnen wir uns demnach der feinstofflichen Pflanzenbotschaft und ihrer regulativen Kraft. Da wir von dem Gedanken eines sich selbst regulierenden Ganzen ausgehen, beobachten wir genau, welche Resonanz aus dem Gefühlszentrum kommt, um diese intuitiv in einen großen Zusammenhang zu stellen. Dies ist eine phänomenologische Form der Interpretation, die keine festen Raster kennt und ganz mit der Erfahrung im Moment arbeitet.
Entscheidend ist dabei die Frage der Akzeptanz, d.h. mag ich den Duft oder nicht, um zu einer Erkenntnis oder quantitativen Gewichtung dieser Komponente im Rahmen einer Duftkomposition zu kommen. Somit liegt ein wesentlicher Aspekt der Ennearom-Arbeit in der Selbstbeobachtung. Die Frage „Was tut der Duft mit mir?“ öffnet den Zugang zu verborgenen Bereichen der Innenwelt und stärkt im besten Falle das Vertrauen zum eigenen inneren Experten, der „weiß“ was mehr oder weniger gebraucht wird. Dadurch erlebt man die Kompetenz innerhalb, nicht außerhalb des eigenen Seins. Hier lässt sich die Schnittstelle zur schamanischen Weltsicht erkennen, die für Ennearom-Arbeit von großer Bedeutung ist.
Die Pflanzenhelfer
Die Pflanzenhelfer
Pflanzenhelfer sind Aroma- und Räucherpflanzen, die ihr Gesicht zeigen. Sie sind Spiegel unserer Gefühls- und Wunschwelten und tragen dazu bei, uns selbst zu erkennen.
Mit dem Kartenset „Die Pflanzenhelfer“ als Werkzeug öffnen wir neue Tore in die sonst verborgenen Sphären einer subtilen Welt: das Reich der Aroma-Essenzen und des duftenden Rauchs. Durch die Bilder der neun Dufttore erhalten wir intuitiven Zugriff auf das Lebensthema, das für uns momentan ansteht, und auf dem Weg zur Erkenntnis nehmen uns die dazugehörigen Pflanzenhelfer sanft an die Hand. Wünsche und Bedürfnisse werden transparent und können durch assoziierende Betrachtung der Kartenbilder wahrgenommen werden. Rituale des Räucherns und Komponierens der entsprechenden ätherischen Pflanzenöle verstärken die Erfahrung auf der körperlichen und psychischen Ebene. Hier können Sie das Kartenset bestellen
Ennearom - Studium
Wie wir arbeiten
Im Ennearom-System verbinden wir auch die sensorische Arbeit mit rituellen Bewegungsübungen in der freien Natur.
Man arbeitet mit 9 Pflanzendüften, die in einer festgelegten Folge angeboten werden. Daraus lassen sich viele Vorgehensweisen ableiten. So können 9-Kräuter-Buschen in germanisch-keltischer Tradition oder verschiedenste therapeutische ausgerichtete 9er Kompositionen hergestellt werden. Ebenso läßt sich eine prozessorientierte ätherische Duftkomposition in einer Aromasitzung erarbeiten, die nach dem Resonanzprinzip entsteht und in der Interpretation aufschlußreiche Information liefert. Des weiteren können auch höchst unterhaltsame Räucherrituale mit 9 Perspektiven auf die essenzielle Kraft ausgeführt werden.
Auch der Geschmacksinn kommt im Zusammenhang mit der Ennearomarbeit nicht zu kurz und wir integrieren das gemeinsame Essen, und auch die Zubereitung pflanzlicher Nahrung als wichtige rituellen Handlung in den Arbeitsablauf.